Lohnt sich ein GPS-Tracking-Portal? Die Vorteile der Ortungs-Software
Längst nicht jeder GPS-Tracker ist direkt für ein professionelles Tracking-Portal geeignet, und oft kostet der Online-Dienst eine monatliche Gebühr. Aber worin liegt eigentlich der echte Mehrwert für mich, wenn ich mich für ein Portal entschieden habe? Wann rechnet sich ein GPS-Ortungsportal für mich als Unternehmer, und wann macht es als Privatperson Sinn?
Portal vs. SMS-Ortung: Wo ist der Unterschied?
Bei der klassischen SMS-Ortung musst du den Tracker jedes Mal anrufen oder eine SMS senden, um einen statischen Standort-Link zu erhalten. Ein Tracking-Portal (oft per App oder Web-Browser) hingegen läuft vollautomatisch. Es zeichnet die Routen lückenlos auf, bündelt Alarme an einem Ort und bereitet die Daten grafisch für dich auf. Dafür ist eine permanente Datenverbindung über das Mobilfunknetz notwendig.
Teil 1: Perfekt für das gewerbliche Flottenmanagement
Wer sein Unternehmen effektiver machen will, kommt um die gezielte Analyse von Daten nicht herum. Besonders beim Fuhrpark- und Flottenmanagement zeigen sich deshalb die großen Vorteile von Tracking-Portalen:
1. Routenanalyse & Streckenberichte
Schon ein kurzer Blick in die gespeicherten Fahrtwege des letzten Monats kann reichen, um zu erkennen, dass in einem Gebiet beispielsweise ein Fahrer mehr benötigt wird oder Routen ineffizient geplant wurden. Beim FINDER-Portal von PAJ hast du beispielsweise die Möglichkeit, lückenlose Streckenberichte direkt per Mail zu erhalten. Wer diese Daten auswertet, kann Betriebsabläufe optimieren und bares Geld sparen.
Tipp für Haustierbesitzer: Auch im privaten Bereich gibt es spezialisierte Portale. Der bekannte Anbieter Tractive bietet für Hunde- und Katzenbesitzer ein maßgeschneidertes Portal an. Neben der lebensrettenden Live-Ortung im Notfall bündelt die App auch ein smartes Gesundheitstracking. Du siehst also nicht nur, wo dein Vierbeiner herumstreunert, sondern auch, wie viel er sich bewegt und ob er genug schläft.
2. Live-Dispo ohne Telefonate
Das Echtzeit-Tracking der Ortungsportale kommt vielen Firmen im Alltag zugute. Denk an all die Telefonate, die geführt werden müssen, um zu klären, wo sich ein Mitarbeiter gerade befindet. Per Tracking-Portal sieht der Vorgesetzte oder Disponent alle Fahrzeuge live auf einer Karte. Das spart lästige Anrufe und ermöglicht es, Kunden direkt eine verlässliche Schätzung über die Ankunftszeit zu geben.
Profi-Feature: API-Schnittstellen für Unternehmen
Gute Portalanbieter bieten eine sogenannte API (Programmierschnittstelle) an. Damit kannst du die Live-Standorte deiner Fahrzeuge direkt in deine eigene Firmen-Software (wie ERP- oder Logistiksysteme) einbinden, ohne dass die Mitarbeiter ständig zwischen zwei Programmen hin- und herwechseln müssen.
3. Mehr Transparenz im Team
Gleichzeitig erhöhen Portallösungen die Transparenz innerhalb der Firma. Wie lange dauert welcher Termin? Wie lange sind die Standzeiten? Im Idealfall vermeidest du durch die harten Fakten unnötige Diskussionen und Missverständnisse im Team.
Wichtiger Hinweis zum Datenschutz am Arbeitsplatz: Beachte bitte, dass eine lückenlose Dauerüberwachung von Mitarbeitern in Deutschland rechtlich engen Grenzen unterliegt. Die Mitarbeiter müssen über den Tracker im Auto informiert werden. Für Pausenzeiten oder Privatfahrten bieten viele gute Portale einen „Privatmodus“, der die Aufzeichnung temporär stoppt. Wie wichtig die Serverstandorte bei solchen hochsensiblen Daten sind, liest du in unserem Artikel über GPS-Datensicherheit und DSGVO.
Teil 2: Auch für Privatpersonen absolut sinnvoll
Nicht nur Unternehmer profitieren von Tracking-Portalen. Auch für Privatpersonen kann die Softwareoberfläche ein extrem sinnvolles Feature sein:
1. Das digitale Reisetagebuch
Egal ob du im Urlaub wanderst, mit dem Wohnmobil quer durch Europa reist oder mit dem Motorrad Touren fährst: Ein Ortungsportal speichert deine Abenteuer. Du kannst am PC oder Handy exakt nachschauen: Wo war ich heute überall? Welche schöne Strecke bin ich gefahren? Du kannst die gefahrenen Routen exportieren und für die nächste Urlaubsplanung abspeichern.
2. Komfortabler Diebstahlschutz (Geofence)
Anstatt mühsam kryptische SMS-Befehle zu tippen, zeichnest du im Portal einfach mit dem Finger einen „virtuellen Zaun“ um dein Auto oder dein Grundstück. Verlässt der Tracker diesen Bereich, schlägt das Portal per Push-Nachricht auf deinem Handy sofort Alarm. Das ist wesentlich komfortabler und sicherer als eine reine SMS-Abfrage im Notfall.
Was kostet ein gutes Tracking-Portal?
Da die Portalanbieter riesige Datenmengen speichern und eigene Server betreiben müssen, verlangen die meisten Hersteller eine kleine monatliche Gebühr. Bei großen All-in-One-Anbietern wie PAJ liegen die Kosten je nach Paketlaufzeit meist zwischen 5 € und 10 € im Monat.
Smarter Spartipp für PAJ-Kunden: Bei einigen neueren Gerätegenerationen geht PAJ einen besonders kundenfreundlichen Weg. Hier ist die Nutzung des FINDER-Portals für die ersten 2 Jahre bereits komplett im Kaufpreis des Trackers enthalten! Erst danach fällt die übliche Abo-Gebühr an.
Warum ist das Portal nicht kostenlos? In dieser Gebühr ist fast immer eine spezielle M2M-SIM-Karte für GPS-Tracker enthalten. Diese sorgt dafür, dass sich der Tracker europa- oder weltweit immer in das stärkste verfügbare Mobilfunknetz einwählt – völlig ohne Roaming-Gebühren oder die Gefahr, dass plötzlich das Prepaid-Guthaben leer ist.
Fazit
Wer nur einmal im Jahr wissen will, wo sein Wohnwagen steht, kommt mit kostenlosen SMS-Abfragen aus. Wer jedoch lückenlose Routenarchive, sofortige Push-Alarme bei Diebstahl oder eine einfache Übersicht für seine Mitarbeiter braucht, für den führt kein Weg an einem vernünftigen Tracking-Portal vorbei. Wirf am besten einen Blick in unseren großen GPS-Tracker Vergleich, um direkt die besten Geräte mit Portal-Anbindung zu finden!
Interessanter Beitrag. Was ich mich jedoch schon immer gefragt habe ist dies: „Warum werden GPS Ttracker überhaupt für „verschiedene Anwendungsbereiche“ angeboten? Anders ausgedrückt: Ein GPS Tracker für einen Hund ist zwar kleiner und verfügt in de Regel über einen ebenso kleineren Akku, doch technisch ist dieser genau dasselbe wie jeder andere auch. Weshalb braucht es dann überhaupt ein Tracdker für ein „Fahrzeug“ , ein „Motorrad“ o.ä. ? Ebenso kann man doch meiner Überlegungen nach, auch ein Gerät für „Tiere“ problemlos in einem Motorrad einsetzen. Findet das Ganze noch mittels SMS Übefrtragung statt, ist dies doch keine Sache. Ist das eine reine „MArketingstrategie“ oder sehe ich das falsch?
Hi Pascal,
verzeih mir die sehr verspätete Antwort. Eine sehr interessante Frage, die Du gestellt hast.
Im Grunde unterscheiden sich die Geräte oft, was die Technik angeht, nicht viel voneinander. Wie Du schon erwähnt hast, ist hauptsächlich der größte Unterschied der Akku der Geräte. Bei Geräten für Personen kommen oftmals noch Zusatzfunktionen wie ein „SOS“ Alarm dazu, dieser unterscheidet sich dann wieder von anderen Geräten. Wenn Du ein SMS Gerät besitzt, welches für Haustiere geeignet ist, kann man dieses natürlich ebenfalls auch für Fahrzeuge verwenden. Bei der SMS Variante kommt es auch nicht zu sehr auf die Größe des Akkus an, da die Geräte nur angestoßen werden, wenn dies auch gewollt ist. Bei der Onlineortung sieht es natürlich ganz anders aus, hier spielt der Akku und vor allem das dazugehörige Portal eine enorm große Rolle.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen.
Viele Grüße