GPS-Logger – Was sind die Vor- und Nachteile eines Loggers?

Moderne Technologien unterstützen uns im Alltag und geben uns in unbekannten Gebieten mehr Freiraum als zuvor. GPS gestützte Gadgets mit oder ohne App sind vor allem auf Wanderungen und Spaziergängen beliebt, sie ermitteln nicht nur die zurückgelegten Wege, sondern auch die Geschwindigkeit. Eine abgespeckte Version sind gpslogger, sie zeichnen ebenfalls Standortkoordinaten auf und können diese wiedergeben.

Was ist ein Gpslogger?

GPS-Logger ähneln von der grundsätzlichen Funktion den bekannten GPS-Trackern, sie speichern zurückgelegte Wege und GPS-Koordinaten über einen bestimmten Zeitraum und in bestimmten zeitlichen Abständen, so entstehen mehrere Standpunkte, die die Strecke rückblickend rekonstruieren. Im Anschluss an die Wanderung oder den Spaziergang kann die gesamte Route ausgewertet und nachvollzogen werden. Diese GPS-Empfänger können aufgrund ihrer kleinen Größe leicht mitgeführt werden und stören nicht auf Ausflügen.

Funktion GPS-Logger

Datenlogger dienen als Empfänger von Satellitensignalen, diese werden von GPS-Satelliten ausgesendet und können weltweit empfangen werden. Logger speichern die aufgezeichneten Signale der Satelliten intern ab, diese müssen im Nachgang mit einem externen Gerät ausgelesen werden, beispielsweise einem Computer.

Dadurch, dass Logger keine eigene Benutzeroberfläche oder verbundene App haben, sind sie besonders energiesparend, zusätzlich entfällt die ständige Weiterleitung empfangener Positionsdaten. Dies begünstigt die Laufzeit des Akkus, es ist möglich, mehrere Tage an einem Stück Daten aufzuzeichnen, ohne zwischendurch zu laden. Datenlogger benötigen keine zusätzliche SIM-Karte, die Daten werden nicht sofort an ein weiteres Gerät gesendet, daher sind sie nicht auf gutes Mobilfunknetz angewiesen.

Aufzeichnung mit SD-Karte

Um die empfangenen GPS-Signale aufzuzeichnen, benötigen GPS-Logger eine SD-Karte, diese befindet sich im Inneren des Gerätes und speichert die erhaltenen GPS-Informationen ab. Im Nachgang hat der Nutzer die Möglichkeit, diese Informationen mit einem Datenkabel an den Computer zu übertragen, je nach Modell kann auch die SD-Speicherkarte entnommen werden. Moderne Geräte senden die Loggerdaten via Bluetooth auf den PC, an dem die Informationen mit einer speziellen Software bearbeitet und aufbereitet werden.

Unterschiede GPS-Logger und GPS-Tracker

GPS-Logger sind GPS-Trackern sich im Vergleich sehr ähnlich, beide verwenden das GPS-System zur eigenen Ortung. Dabei werden Satellitensignale empfangen, anhand der Dauer können die eigene Position und die Geschwindigkeit berechnet werden. GPS-Tracker senden diese Berechnungen sofort an das verbundene Endgerät, Logger speichern diese auf der internen SD-Speicherkarte ab, sie müssen später manuell ausgelesen werden.

Die zurückgelegte Strecke kann mit einem GPS-Tracker unmittelbar aufgerufen werden, bei einem GPS-Logger ist dies erst nach der Tour möglich, für die Auslesung dieser Daten ist der Logger alleine nicht ausreichend. Durch die integrierte SIM-Karte sendet der GPS-Tracker die Informationen unmittelbar über das verfügbare Mobilfunknetz an das verbundene Endgerät, meist ein Smartphone oder Tablet. Die Positionsdaten werden sofort aufbereitet und für den Nutzer visualisiert. Die aktuelle Position kann mit einem GPS-Tracker zu jeder Zeit in Echtzeit abgerufen werden, bei einem Logger ist dies nicht möglich. Der GPS-Tracker stellt Daten, Standort und weitere Funktionen direkt zur Verfügung, wenn eine gute Mobilfunknetzverbindung besteht.

Ortung und Routenplanung per App

Mit einem GPS-Logger ist es nicht möglich, spontan eine Route zu planen, dies muss immer im Vorfeld geschehen. Bereits ermitteltes Datenmaterial von vorherigen Touren kann ausgelesen und mit der Software in einer virtuellen Karte visualisiert werden. Anhand dieser Auswertung kann die nächste Route geplant werden, diese kann jedoch nicht unterwegs geändert oder angepasst werden. Ist es gewünscht, eine Ortung oder Planung via App vorzunehmen und spontan anzupassen, so ist ein GPS-Tracker die bessere Wahl, diese verfügen immer über eine zugehörige App, in dieser werden alle aufgezeichneten Daten gesammelt und ausgewertet. Anhand dieser Informationen können in der App Routen geplant und Entfernungen bemessen werden.

Vorteile GPS-Logger

GPS-Logger funktionieren auf Reisen und bei Wanderungen unabhängig, sie benötigen keine weiteren Geräte, um die gespeicherten Informationen weiterzugeben, dies geschieht im Nachgang. Somit arbeiten diese Produkte ohne Datenübertragung, unabhängig vom Mobilfunknetz und funktionieren gänzlich ohne App. Die Standortkoordinaten werden intern gespeichert, diese Aufzeichnungen vom Gerät werden später ausgelesen und ausgewertet.

GPS-Logger finden vor allem dann Verwendung, wenn die grobe Strecke bereits bekannt ist und keine generelle Orientierung gewünscht ist. Aufgrund der langen Akkulaufzeit eignen sie sich besonders für längere Ausflüge, im Gegensatz zu GPS-Trackern, die durch die stetige Übertragung von Standortkoordinaten wesentlich mehr Akkuleistung benötigen und häufiger aufgeladen werden müssen.

Nachteile GPS-Logger

Durch die späte Auslesung der Koordinaten können keine spontanen Änderungen in der geplanten Route vorgenommen werden, wenn man nicht ortskundig ist. Sie sind nicht mit einer App verbunden, somit können vor Ort keine Details zum Standort wiedergegeben werden.

Gpslogger via App

Wer auf ein physisches Gerät verzichten möchte, kann alternativ auch eine GPS-Logger App nutzen, diese bietet den gleichen Nutzen, ohne ein GPS-Modul mitzuführen, benötigt wird nur das Smartphone. Diese App läuft im Hintergrund, ohne Alarme oder Benachrichtigungen.

Eine solche App nimmt ebenfalls die Aufzeichnung von Wegpunkten vor und kann diese an externe Geräte weiterleiten, beispielsweise an einen Rechner. Mithilfe eines passenden Programms lassen sich die Wegpunkte zu einer Strecke verbinden und der zurückgelegte Weg kann für den Benutzer visualisiert werden. Je nach App besteht zusätzlich die Möglichkeit, die erfassten Dateien per E-Mail zu versenden oder direkt an Openstreetmap, in dieser App werden die Dateien dann visualisiert und auf einer Karte abgebildet.

Fazit GPS-Logger

Wer sich gerne ungestört und ohne viel Technik in die Natur begibt, jedoch seine Wege aufzeichnen möchte, für den ist der Gpslogger die beste Lösung, da er im Einsatz völlig still im Rucksack verweilen kann. Da er jedoch gänzlich ohne zusätzliche Alarme auskommt, eignet er sich nicht zur Orientierung oder auf Reisen. Gpslogger verursachen nur selten zusätzliche Kosten, es ist kein Abonnement notwendig, da keine Daten auf dem Server eines Anbieters gespeichert werden, dies schützt zusätzlich die Privatsphäre des Nutzers. Das benötigte Programm zur Verarbeitung der Dateien kann jedoch, je nach Umfang, zusätzliche Kosten verursachen.

Je nach Verwendung eignet sich auch ein Tracker, dieser bietet in seinem Menü viele Möglichkeiten zur Einstellung und kann auch den aktuellen Standort zu jederzeit ermitteln und weiterleiten. Jedoch arbeitet ein solches Gerät selten nur im Hintergrund, es sendet zu jedem ausgelösten Alarm eine Meldung an den Nutzer. Um den Tracker in seinem vollen Umfang zu nutzen, ist ein zusätzliches Abo notwendig, dieses verursacht monatliche Kosten, bietet jedoch jederzeit Zugriff auf alle ermittelten Werte. Aufgrund der vielen Features stoßen sie häufig an ihre Grenzen bezüglich der Akkulaufzeit, das stetige Senden und Empfangen von Informationen kann dafür sorgen, dass der Akku schnell erschöpft ist.

Je nach Anwendung und Vorhaben des Nutzers muss vor dem Kauf selbst geprüft werden, welches Gerät sich für die private Nutzung am besten eignet.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Blog. Setzte ein Lesezeichen permalink.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert