Hund läuft weg – Gründe warum Hunde teils weglaufen und Lösungen

Hundebesitzer tragen die Verantwortung für ihr Tier und tun alles dafür, dass es stets glücklich und gesund ist. Hunde werden für Spaziergänge trainiert und die gemeinsame Bindung stärkt sich, sodass sie auf Rufe reagieren. Eine ungewohnte Umgebung oder Ablenkungen sorgen dafür, dass Hunde eventuell nicht auf einen Rückruf reagieren und die Instinkte sie vom Erlernten ablenken.

Hunde gehen besonders gerne auf Entdeckungsreise, das kann die Gewohnheiten durcheinanderbringen und der Hund verirrt sich. Der Drang zur Erkundung der Umgebung ist besonders bei jungen Tieren sehr stark ausgeprägt. Ablenkungen und verschiedene Reize sind zwei der Gründe, wieso ein Hund entlaufen kann.

Wieso Hunde entlaufen

Es gibt verschiedene Gründe, wieso ein Hund entlaufen kann, abhängig von den jeweiligen Situationen, dem Verhalten und dem Wesen des Tieres.

Ausgeprägter Jagdinstinkt bei Hunden

Der angeborene Jagdtrieb ist bei jedem Hund vorhanden, er kann stark oder kaum ausgeprägt sein, grundsätzlich besteht immer ein Risiko, wenn er die Fährte eines anderen Tieres aufnimmt. Folgt dieser unkontrolliert seinem Trieb oder reagiert auf Gerüche, so kann er sich weit entfernen und findet den Weg nicht allein zurück. Der ausgeprägte Geruchssinn kann Hunde auf fremde Fährten bringen, weit ab von bekannten Wegen.

Läufigkeit des Hundes

Egal ob Hündin oder Rüde, wenn die Hormone verrücktspielen, bringt das den Hund schnell durcheinander, er vergisst alle trainierten Befehle und folgt seinem Instinkt. So kann es beim Spaziergang passieren, dass das Trier abgelenkt wird und der Hund läuft weg.

Angst vor lauten Geräuschen

Hunde können sich durch laute Geräusche, Personen oder anderen Tieren schnell fürchten und im schlimmsten Fall weglaufen. Das ausgeprägte Gehör des Tieres ist deutlich empfindlicher als das der Menschen, Erschrecken ist einer der häufigen Gründe für ein Weglaufen der Hunde. Im schlimmsten Fall reagiert das Tier bei einem lauten Knall so sensibel, dass es schnell wegläuft und die Orientierung verliert.

Ungewohnte Umgebung

Tiere sind mit dem eigenen Heim vertraut und kennen bekannte Spazierwege, ein Umgebungswechsel ist für Mensch und Tier oft ein Weg, um die Routine etwas aufregender zu gestalten.

Doch einigen Hunden fällt es schwer, sich mit einer neuen Gegend vertraut zu machen, andere wiederum geben der Neugierde nach und gehen auf Entdeckungstour. Besonders ein Umzug stresst den Hund und bringt ihn aus der Ruhe, daher sollte man ihn langsam mit dem neuen Gebiet vor der Haustür vertraut machen und die Bindung zwischen Tier und Hundehalter verstärken.

Langeweile, der Hund ist nicht ausgelastet

Hunde müssen körperlich und geistig ausgelastet sein, dies ist natürlich auch von Rasse und Alter abhängig. Wird dem Tier langweilig so sucht es sich anderweitig Beschäftigung und gibt seiner Neugierde schnell nach. Besonders Welpen sind noch sehr neugierig, wollen ihre Umgebung erkunden und sind mit einer neuen Situation schnell überfordert. Hier ist es wichtig stets Grenzen zu setzen und den Hund zu trainieren, damit dieser jeden Befehl befolgt.

Was der Hundebesitzer tun kann

Im Vorfeld können Hundebesitzer einiges dafür tun, um ein Entlaufen von Hunden zu vermeiden, es gibt viele Tipps und Tricks, die man nutzen kann, um den Hund zu schützen. Wird der eigene Garten zu Hause als Gebiet für den Hund genutzt, so kann das eigene Gelände mit einem Holzzaun eingegrenzt werden, um den Ausbruchsschutz zu erhöhen.

Zusätzlich ist es wichtig, dass der Hund bei Laune gehalten wird, indem man mehr Zeit mit ihm verbringt und Spielzeug bereitstellt. Auch regelmäßiges Training kann den Hund fordern, fördern und auf eine bestimmte Situation vorbereiten. Wer nicht immer ausreichend Zeit hat, kann auch einen Hundesitter engagieren, der regelmäßige Spaziergänge mit dem Vierbeiner übernimmt und ihn so auslastet. Menschen mit wenig Erfahrung können auf spezielle Schulen für Hunde oder Coaches zurückgreifen, die den richtigen Umgang mit dem Vierbeiner vermitteln.

Der Besitzer kann entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, um seinem Hund den besten Schutz zu gewähren. Doch trotz idealer Auslastung kann es bei einer Gassi-Rund zu Schwierigkeiten kommen, ein achtloser Moment kann dafür sorgen, dass der Hund abgelenkt wird und der Vierbeiner kann weglaufen.

GPS-Tracker für Hunde

Eine sichere Maßnahme zum Schutz des Hundes ist ein GPS-Ortungsgerät, dieses wird am Halsband des Tieres angebracht und kann immer verfolgt werden. Wenn der Hund nicht mehr auf Rufe reagiert, kann der Hundehalter den aktuellen Standort des Vierbeiners mit diesem Tracker ausfindig machen. Solche Produkte bieten Hund und Besitzer den bestmöglichen Schutz und unterstützen bei einer eventuellen Suche.

Funktionsweise von GPS-Tracker für den Hund

GPS-Tracker sind kleine Empfangsgeräte, die weltweit geortet werden können, dies ermöglicht ein globales Netz an Satelliten. Der Tracker am Hund dient hier als Empfänger der ausgesendeten Signale, mit einem digitalen Endgerät, beispielsweise einem Smartphone oder Tablet kann der vernetzte GPS-Tracker zu jeder Zeit aufgefunden werden. Für die Verbindung ist eine integrierte SIM-Karte nötig, diese ist in den meisten GPS-Trackern bereits enthalten und sucht sich automatisch das beste verfügbare Mobilfunknetz, um den abgefragten Standort zu senden, ähnlich wie ein Telefon. Auf dem Markt sind verschiedene Modelle für Vierbeiner erhältlich, alle bieten unterschiedliche Funktionen und Anwendungen für den Besitzer und seinen Hund und unterstützen bei einer Suche.

Die Installation der GPS-Tracker gestaltet sich leicht und benötigt kein technisches Hintergrundwissen. Nachdem das Gerät am Halsband vom Hund angebracht wurde, muss die passende App auf dem Endgerät installiert werden. Mit einer E-Mail-Adresse kann sich der Nutzer nun registrieren und das Gerät mit seinem Smartphone vernetzen.

GPS-Tracker für den Hund von Tractive

Tractive bietet einen handlichen GPS-Tracker für den Hund, der weltweit den Standort und die Aktivität des Vierbeiners verfolgt. Er ist absolut wasserdicht und so für jedes Abenteuer der Hunde geeignet. Das handliche und leichte Design sorgt für optimalen Tragekomfort und stört den Hund in seinem Alltag nicht. Der GPS-Tracker wird mit einem Akku stets mit Strom versorgt, dieser hält bis zu 7 Tage. Wenn eine Aufladung nötig ist, so erhält der Nutzer eine Meldung und kann entsprechend handeln. Dieses Modell bietet dem Halter verschiedene Funktionen zur Überwachung des Hundes und zur Analyse von Verhalten und Gewohnheiten.

 Geofencing – der virtuelle Zaun für den Hund

Mit der Geofencing-Funktion kann in der dazugehörigen App oder im Web-Portal ein Zaun erstellt werden, beispielsweise um das eigene Grundstück. Diese virtuelle Leine sorgt dafür, dass der Hund im sicheren Bereich bleibt. Wenn die Fellnase diesen verlässt oder sich einem gefährlichen Bereich nähert so erhält der Besitzer eine entsprechende Nachricht auf seinem Handy und kann in diesen Situationen handeln.

Live-Tracking für den Hund

Dank Live-Tracking kann nicht nur der aktuelle Standort der Tiere aufgerufen werden, der Tracker ortet den Hund in regelmäßigen Abständen und liefert im Live-Modus ständige Updates.

Positionsverlauf

Alle zurückgelegten Wege und Spaziergänge des Hundes werden aufgezeichnet und können im Nachhinein abgerufen werden, so sind auch Lieblingsorte des Tieres stets ersichtlich. Der Hund läuft weg und der Besitzer kann anhand des Verlaufs ersehen, wo er dich befindet.

Aktivitätstracking

Der GPS-Tracker liefert auch zuverlässige Daten zur Aktivität des Tieres, verbrannte Kalorien, gelaufene Meter und das Schlafverhalten können so verfolgt werden. Wird der Hund zu wenig bewegt, so können Ziele gesetzt und in der App verfolgt werden.

Licht & Signalton

Geht der Vierbeiner in einer unübersichtlichen Gegend, beispielsweise im Wald, verloren, so können Licht- und Signaltöne für ein schnelle Auffinden sorgen.

GPS-Tracker von PAJ

Das Modell PET Finder 4G vom Hersteller PAJ ist ebenfalls für das Tracking der eigenen Tiere geeignet, egal ob Hund oder Katze. Er nutzt das 4G Netzwerk und bietet somit eine höhere Netzabdeckung und sichere Daten. Im GPS-Tracker ist bereits die nötige SIM-Karte integriert und liefert so zuverlässig Daten ohne Freischaltung oder Einrichtung. Der GPS-Tracker ist besonders klein und kann ganz leicht am Halsband vom Hund befestigt werden. Der Akku des Trackers hält bis zu 4 Tage, die tatsächliche Nutzungsdauer ist immer abhängig von der Verwendung und der Dauer des Trackings. Das Gerät ist robust, wasserdicht und besonders leicht, damit es den Hund nicht hindert. PAJ bietet dem Halter unterschiedliche Funktionen, die ihn besonders im Fall einer Suche unterstützen, wenn der Hund entlaufen ist.

 Radiusalarm mit virtuellem Zaun

In der App können bestimmte Bereiche eingezäunt werden, wird diese Grenze vom Hund überschritten, so erhält der Anwender eine entsprechende Meldung per E-Mail oder auf sein Smartphone und kann schnell handeln. Auch wenn sich der Hund einem markierten gefährlichen Gebiet nähert, wird der Halter entsprechend informiert.

Live-Ortung

Eine Live-Ortung vom Hund ist weltweit möglich und kann auch als Live-Tracking genutzt werden, in diesem Modus aktualisiert das Gerät den Standort innerhalb weniger Sekunden. Wenn der Hund nicht mehr auf das Rufen der Menschen reagiert, so kann die aktuelle Position und der zurückgelegt Weg schnell ermittelt werden.

Streckenansicht

Alle zurückgelegten Wege vom Hund können bis zu einem ganzen Jahr nachverfolgt werden, im zugehörigen Portal sind diese Daten stets abrufbar.

Akku-Alarm

Muss der Akku aufgeladen werden, so meldet sich das Gerät per Push Mitteilung auf dem Handy, dies sorgt für stetige Stromversorgung und eine zuverlässige Datenübertragung.

Vor- und Nachteile von GPS-Trackern für den Hund

Die Nutzung und Einrichtung solcher Geräte sind immer mit Aufwand und Kosten verbunden, hier sollte der Nutzer abwägen, welches Modell für den eigenen Hund sinnvoll ist.

Vorteile GPS-Geräte für den Hund

Wenn der Hund nicht mehr auf ein Rufen reagiert oder beim Spaziergang schon so weit entlaufen ist, dass er nicht mehr in Sichtweite ist, kann der Hund mit einem GPS-Gerät schnell aufgefunden werden. Der Hund läuft weg und der Besitzer kann die ermittelten Daten nutzen, um seinen Liebling schnell zu finden. Zusätzlich bieten viele dieser Artikel einen Überblick über die Aktivität und den Schlaf des Tieres, dies kann hilfreich sein, um Ursachen von eventuellen Krankheiten auf den Grund zu gehen.

Zusätzlich kann kontrolliert werden, ob sich der eigene Liebling ausreichend bewegt und genug Ruhe bekommt. Auch wenn Maßnahmen zur Einzäunung des Tieres getroffen wurden, um ein Weglaufen zu verhindern, findet es bei Langeweile oder starkem Jagdtrieb einen Weg nach draußen, mithilfe eines GPS-Trackers kann er so schnell aufgefunden werden. Die zugehörige App ist bei den Herstellern meist inklusive, die Modelle sind besonders robust, wasserdicht und lassen sich leicht am Halsband vom Hund anbringen. Trotz besonders gutem Halt ist es möglich, dass das Gerät abhandenkommt, dank GPS kann es jedoch schnell wieder aufgefunden und angebracht werden.

Nachteile GPS-Geräte für den Hund

Um alle Funktionen vollständig nutzen zu können, ist bei diesen Geräten für den Hund stets ein zusätzliches Abonnement nötig, welches monatliche Kosten verursacht. Auch die Anschaffung des Trackers kostet einmalig Geld, die genannten Artikel schlagen mit ca. 50 Euro zu Buche.

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