Sicherheitslücken bei GPS-Diensten entdeckt

Der Fall „Trackmageddon“: Wenn GPS-Daten offen im Netz liegen

Das Thema Datenseicherheit begleitet uns in der Welt der GPS-Tracker leider schon seit vielen Jahren. Ein besonders heftiger Weckruf für die gesamte Branche war der Fall „Trackmageddon“, bei dem eine massive Liste mit Sicherheitslücken im GPS-Bereich ans Licht kam. Doch was steckte damals dahinter und was können wir heute daraus lernen?

Über 100 Tracking-Portale waren schutzlos

Die Auswertung von IT-Sicherheitsspezialisten wurde seinerzeit auf der Seite „Trackmageddon“ festgehalten. Das Team hatte untersucht, wie leicht sich Angreifer in verschiedene Portale und Online-Dienste einschleusen können – mit erschreckendem Erfolg. Bei über 100 Tracking-Portalen weltweit gelang es, Passwörter oder andere sensible Daten abzugreifen.

Bei einigen Portalen war es Hackern sogar möglich, direkt auf die Positionsdaten der Vergangenheit zuzugreifen oder die Steuerung der Tracker zu übernehmen. Betroffen waren damals über 350 verschiedene Gerätemodelle, die meist auf einer gemeinsamen, fehlerhaften Softwarebasis aus Fernost liefen.

Was lernen wir heute daraus?

Auch wenn der Trackmageddon-Fall inzwischen Vergangenheit ist und viele der damaligen Lücken geschlossen wurden, zeigt er das Grundproblem der Branche auf: Viele extrem günstige No-Name-Tracker nutzen ungesicherte Standard-Software. Achte beim Kauf eines Trackers deshalb unbedingt darauf, wer hinter dem Portal steckt und ob der Anbieter transparente Sicherheitsstandards garantiert.

Datenschutz ist kein „nice-to-have“

Fälle wie dieser beweisen immer wieder, wie wichtig das Thema Datenschutz bei GPS-Daten ist. Schließlich geht es hier um Bewegungsprofile von Fahrzeugen, Haustieren oder sogar den eigenen Kindern.

Wir empfehlen daher nach wie vor, auf Anbieter zu setzen, die ihre Serverstrukturen in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU betreiben und somit der strengen DSGVO unterliegen. Warum das so wichtig ist und worauf du genau achten musst, erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag über GPS-Datensicherheit und Serverstandorte.

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