Was ist ein GPS-Jammer?

GPS-Jammer – Was ist überhaupt GPS?

Mittlerweile ist die Abkürzung GPS ein gängiger Begriff im Zusammenhang mit der Positionsbestimmung im deutschsprachigen Raum. GPS steht für Global Positioning System (deutsch: globales Positionierungssystem), ein vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium betriebenes Satellitensystem zur weltweiten Standortbestimmung. Es hat sich als das wichtigste Ortungsverfahren der Welt etabliert.

GPS-Jammer – Wie funktionieren sie?

Wie so häufig haben große Erfindungen auch mächtige Gegner. In diesem Fall reicht allerdings schon ein sehr kleiner Störsender aus, um das GPS-Signal lahmzulegen. Da die Distanz vom Empfängergerät zu den verantwortlichen Satelliten mehr als 20.000 km beträgt, ist die Signalstärke dementsprechend schwach, wenn sie auf der Erde ankommt. Um ein derart schwaches Signal zu überlagern, reicht bereits ein fingergroßes Gerät: der GPS-Jammer.

Ein solcher Jammer kann Signale wie Radiowellen, Mobilfunk oder das GPS-Signal in einem Radius von etwa 10 Metern entscheidend stören oder gar komplett blockieren. Hierbei werden die eigentlichen Wellen mit relativ geringem Energieaufwand überlagert und unbrauchbar gemacht.

Besitzt also jemand ein solches Gerät und hat die Absicht, ein bestimmtes GPS-Signal unbrauchbar zu machen, reicht es, den GPS-Jammer in unmittelbarer Nähe des Empfangsgerätes zu platzieren, um eine GPS-Ortung vorübergehend unmöglich zu machen.

GPS-Spoofing – Die professionelle Signaltäuschung

Eine ähnliche, aber weitaus fortgeschrittenere Methode ist das sogenannte GPS-Spoofing. Hier ist das Ziel nicht die reine Blockade, sondern die gezielte Täuschung eines GPS-Empfängers. Über die exakt gleiche Frequenz der Satelliten werden manipulierte, falsche Standortdaten gesendet, um dem Tracker vorzugaukeln, er befinde sich an einem völlig anderen Ort. Für solch eine Signalüberlagerung wird allerdings hochkomplexes Profi-Equipment benötigt.

Konsequenzen des Einsatzes von Signalstörern

Sie halten es für eine beunruhigende Tatsache, dass es Geräte gibt, die das GPS-Signal Ihres Trackers stören könnten? Dann sollten Sie wissen, dass bereits der Kauf und Besitz eines solchen Störsenders empfindliche strafrechtliche Konsequenzen hat – ganz zu schweigen vom gezielten Einsatz im Alltag.

Im Falle der Frequenzstörung ist das deutsche Gesetz im Telekommunikationsrecht eindeutig: Wer Frequenzen nutzen möchte, braucht eine Zuteilung der Bundesnetzagentur. Unerlaubtes Senden kann mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro bestraft werden!

Unabhängig davon ist das Stören von Frequenzen im öffentlichen Raum brandgefährlich: Lebensrettende Instrumente wie Notrufsysteme in Krankenwagen, die Flugsicherung oder Systeme der Verkehrsleitung machen ebenfalls vom GPS-Signal Gebrauch. Wer hier vorsätzlich oder fahrlässig eingreift, riskiert drastische Strafen.

Gibt es eine Lösung für das GPS-Jammer Problem?

Eine absolute Lösung, welche das physikalische Problem der Signalstörung mittels Jammer komplett aus der Welt schafft, gibt es für den Endverbraucher leider noch nicht. Die Technik spezieller, richtungsempfindlicher Empfangsantennen wird momentan ausschließlich in hochsensiblen Bereichen wie dem Militär und der Luftfahrt eingesetzt. Für Unternehmen aus Logistik und Transport oder Privatpersonen sind diese extrem teuren Antennen keine Option. Dennoch rüsten moderne Tracking-Portale auf und erkennen heute oft schon serverseitig, wenn die Verbindung zu einem Tracker abrupt abbricht (Keep-Alive-Signal).

Fazit

Unsere Empfehlung bleibt bestehen: Legen Sie sich einen GPS-Tracker zu, um Ihr Hab und Gut zu schützen. Schließlich verzichten Sie ja auch nicht darauf, die Haustür oder das Fahrrad abzuschließen, nur weil es jemanden gibt, der das Schloss knacken könnte. Für professionelle Diebe wird es immer Möglichkeiten geben, gewisse Sicherheitssysteme zu überlisten. Gegen Gelegenheitsdiebe ist der Tracker jedoch die beste und effektivste Waffe.

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